THC und weitere Cannabinoide

Analytik von Hanf

Neuentwicklung einer Methode zur Bestimmung von THC und weiteren Cannabinoiden

Seit Jahrtausenden wird Hanf als Nutzpflanze u. a. für die Produktion von Seilen und Stoffen geschätzt. Deutlich bekannter ist darüber hinaus die Verwendung von Cannabis und Hanf zur Herstellung von illegalen Rauschmitteln, wodurch diese lange in ein problematisches Licht gerückt wurden. Seitdem Hanf jedoch in einigen Ländern der Europäischen Union wieder als industrielle Nutzpflanze in der Form rauschmittelarmer Hanfsorten angebaut werden darf, werden Bestandteile der Hanfpflanze zunehmend auch zur Herstellung von Lebensmitteln eingesetzt.
Die Cannabispflanze wird auf vielfältige Art und Weise verwendet. Hanfsamen enthalten z. B. gesunde Fette und werden gern als Lebensmittel verzehrt oder zu Speiseöl gepresst. Getrocknete Hanfblätter werden zu Tee aufgegossen oder in Säfte und Smoothies gemischt. Einige Wirkstoffe im Hanf haben zudem therapeutisches Potenzial und werden als Medikamente eingesetzt.
Hierbei sind entsprechend unterschiedliche Gesetzgebungen zu beachten, die voneinander abgegrenzt werden müssen. Neben dem Lebensmittelrecht spielen z. B. das Betäubungsmittelgesetz, Arzneimittelgesetz, Kosmetikrecht und Medizinproduktegesetz eine Rolle.
Hauptsächlich in den Blüten der Hanfpflanze (Cannabis) sind verschiedene Wirkstoffe enthalten, die „Cannabinoide“ genannt werden. Die bekanntesten davon sind D9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Während THC einen Rauschzustand auslöst, besitzt CBD keine psychoaktive Wirkung.
Cannabinol (CBN) besitzt wiederum eine leicht psychoaktive Wirkung. CBN wird nicht direkt von der Hanfpflanze produziert, sondern entsteht durch die Oxidation von THC. In der Regel steht der Gehalt von CBN in einem Zusammenhang mit dem Alter der Pflanze. So nimmt die Konzentration von CBN zu, wenn der THC-Gehalt geringer wird.
In der Lebensmittelindustrie gewinnen vor allem THC-arme Hanfsorten und daraus hergestellte Produkte, wie bspw. CBD-Öle, Hanf-Proteinpulver, Hanf-Mehle oder Getränke, die u. a. in hanfhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet werden, zunehmend an Bedeutung.

Rechtliche Vorschriften
In Deutschland werden Produkte, die einen THC-Gehalt von mehr als 0,2% aufweisen als Betäubungsmittel eingestuft und sind somit als Lebensmittel nicht verkehrsfähig.[1] Importeure von Hanfprodukten oder Produzenten in der EU müssen demnach sicherstellen, dass der THC-Gehalt unter dem regulierten Wert liegt.
Zurzeit sind auf europäischer Ebene keine Höchstgehalte für THC in Hanfprodukten festgelegt. Höchstgehalte werden von der EU-Kommission für Hanfsaat, gemahlene Hanfsamen, Presskuchen, Kleie sowie Hanföl diskutiert. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für die toxikologische Beurteilung des akuten Risikos die von der European Food Safety Authority (EFSA) vorgeschlagene akute Referenzdosis (ARfD) von 1 µg/kg Körpergewicht für d9-THC heranzuziehen, um ein gesundheitliches Risiko auszuschließen.[2]

GALAB – umfassender Service aus einer Hand
Bei GALAB werden die Cannabinoide mit Methanol extrahiert und mittels LC-MS/MS vermessen. GALAB untersucht Hanfsamen (Nutzhanf) und Hanfprodukte, wie bspw. Hanföl, Hanf-Proteinpulver, Hanf-Mehle oder Getränke, die u. a. in hanfhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet werden, insbesondere auf D9-Tetrahydrocannabinol (THC), D9-Tetrahydrocannabinolsäure (THC-A), Cannabidiol (CBD), Cannabidiolsäure (CBD-A) und Cannabinol (CBN).
Ob für Importeure, Produzenten oder Verkäufer – unsere Methodik erlaubt eine sichere Qualifizierung und Quantifizierung des regulierten THC. In rechtlichen Fragen werden Sie kompetent durch unsere Experten beraten und unterstützt. Unsere Abteilung der Forschung und Entwicklung steht Ihnen darüber hinaus für individuelle Anfragen gerne zur Verfügung.

[1] Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV): Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln https://www.gesetze-im-internet.de/btmg_1981/BJNR106810981.html

[2] EFSA (European Food Safety Authority: Scientific Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM)) (2015). Scientific Opinion on the risks for public health related to the presence of tetrahydrocannabinol (THC) in milk and other food of animal origin. EFSA Journal 13: 4141.

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