Glyphosat

Was ist Glyphosat?
Glyphosat ist ein breit wirksames Herbizid, das zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen eingesetzt wird. Neben der landwirtschaftlichen Anwendung kann Glyphosat unter bestimmten Voraussetzungen auch auf nicht landwirtschaftlich genutzten Flächen wie Bahnstrecken zum Einsatz kommen. In der Europäischen Union ist der Wirkstoff derzeit bis zum 15. Dezember 2033 zugelassen. Die Zulassung ist jedoch mit verschiedenen Bedingungen und Einschränkungen verbunden.
Durch seine Anwendung können Glyphosat und sein wichtigstes Abbauprodukt AMPA (Aminomethylphosphonsäure) als Rückstände in Lebensmitteln und Umweltproben auftreten. Aufgrund ihrer stark polaren Eigenschaften erfordern diese Verbindungen spezialisierte analytische Methoden.
Glyphosat-Analytik im Überblick
•︎ Zuverlässige Glyphosat-Analyse in Anlehnung an QuPPe für hochpolare Pestizide
•︎ Geeignete Methoden auch für komplexe Probenmatrizes
•︎ Niedrige Bestimmungsgrenze von 0,01 mg/kg
•︎ Bewertung der Ergebnisse anhand der geltenden produktspezifischen Anforderungen
•︎ Getreide und Getreideerzeugnisse
•︎ Obst und Gemüse
•︎ Ölsaaten
•︎ Aus diesen Rohstoffen hergestellte Produkte
•︎ Umweltproben und ausgewählte Non-Food-Matrizes auf Anfrage
Welche Produkte können betroffen sein?
Glyphosatrückstände sind insbesondere bei Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten relevant. In einigen Ländern außerhalb der EU kann Glyphosat vor der Ernte eingesetzt werden, um die Pflanzen gezielt abreifen beziehungsweise austrocknen zu lassen und die Ernte zu erleichtern. Diese Anwendung kann zu Rückständen in den geernteten Erzeugnissen führen und daher auch für in die Europäische Union importierte Produkte von Bedeutung sein.
Nach aktuellem EU-Recht darf eine Anwendung zur Sikkation vor der Ernte nicht durchgeführt werden, wenn sie der Steuerung des Erntezeitpunkts oder der Optimierung des Dreschens dient.
Rückstände können auch in anderen Matrizes auftreten, beispielsweise durch Abdrift, unsachgemäße Anwendung oder andere Eintragspfade.
Neben Lebensmitteln kann eine Untersuchung auch bei Umweltproben und ausgewählten Bedarfsgegenständen relevant sein.
Warum ist Glyphosat relevant?
Kaum ein Wirkstoff im Pflanzenschutz steht so stark im öffentlichen und wissenschaftlichen Fokus wie Glyphosat. Ein zentraler Gegenstand der Diskussion ist seine mögliche krebserzeugende Wirkung.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stufte Glyphosat 2015 als „wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen“ ein. Die Europäische Chemikalienagentur kam hingegen zu dem Ergebnis, dass die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse eine Einstufung von Glyphosat als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend nicht rechtfertigen. Auch die jüngste Risikobewertung der EFSA ergab keine kritischen Problembereiche, wies jedoch auf bestimmte Datenlücken hin.
Auch mögliche Umweltauswirkungen spielen bei der Bewertung eine wichtige Rolle. In der EU ist Glyphosat als giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung eingestuft. Darüber hinaus bestehen weiterhin wissenschaftliche Fragestellungen zu möglichen indirekten Auswirkungen auf die Biodiversität und auf Nahrungsketten.
Vor diesem Hintergrund bleibt die zuverlässige Bestimmung von Glyphosatrückständen für Hersteller, Händler und weitere Akteure entlang der Lebensmittelkette von Bedeutung.
Warum sollten Produkte auf Glyphosat untersucht werden?
Die Europäische Union hat Rückstandshöchstgehalte für Glyphosat in Lebens- und Futtermitteln festgelegt. Diese Höchstgehalte definieren die maximal zulässige Konzentration in den jeweiligen Erzeugnissen, sofern Pflanzenschutzmittel entsprechend der guten landwirtschaftlichen Praxis angewendet wurden.
Analytische Untersuchungen können Unternehmen dabei unterstützen:
- die Einhaltung produktspezifischer Rückstandshöchstgehalte zu überprüfen,
- mögliche Rückstände frühzeitig zu erkennen,
- die Qualität von Rohstoffen und Endprodukten zu beurteilen,
- die Lieferantenüberwachung und Qualitätssicherung zu unterstützen sowie
- Anforderungen von Kunden und Handelspartnern sicher zu erfüllen.
Bei der Bewertung einer möglichen Verbraucherexposition werden außerdem toxikologische Referenzwerte berücksichtigt. Dazu gehören die akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI – Acceptable Daily Intake) und die akute Referenzdosis (ARfD – Acute Reference Dose).
Bei einem Wirkstoff, der weiterhin im öffentlichen und regulatorischen Fokus steht, liefern zuverlässige Rückstandsdaten eine wichtige Grundlage für fundierte Risikobewertungen und qualitätsbezogene Entscheidungen.
Glyphosatanalyse bei GALAB
GALAB analysiert Glyphosat mit einer Methode in Anlehnung an die speziell für hochpolare Pestizide entwickelte QuPPe-Methode.
Für komplexe Matrizes kann GALAB darüber hinaus ein Verfahren mit FMOC-Derivatisierung einsetzen. Dadurch steht eine zusätzliche analytische Möglichkeit für anspruchsvolle Probenmaterialien zur Verfügung.
GALAB erreicht eine Bestimmungsgrenze von 0,01 mg/kg. Damit können relevante Rückstandshöchstgehalte für Lebensmittel überprüft werden.
Durch die Kombination spezialisierter Methoden für polare Pestizide, einer niedrigen Bestimmungsgrenze und geeigneter Lösungen für komplexe Matrizes kann GALAB Glyphosat zuverlässig in einem breiten Spektrum von Proben bestimmen.
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