Mineral Öl MOSH/MOAH

Bisher wurde Mineralöl als Lösungsmittel in Druckfarben für Verpackungsmaterialien verwendet. Es entsteht durch recycelte Rohstoffe, die für die Herstellung von Papier- oder Kartonverpackungen verwendet werden. Eine weitere Quelle für die Kontamination von Lebensmitteln mit Mineralöl können mit Mineralöl imprägnierte Jutesäcke sein. Die Verpackung ist jedoch nicht die einzige Quelle für eine Kontamination von Lebensmitteln mit Mineralölen. Bereits auf dem Feld geerntete Waren können über die Luft mit mit Schmieröl beladenem Dieselruß kontaminiert werden. Während der Lebensmittelverarbeitung werden Schmieröle und Formtrennmittel auf Mineralölbasis verwendet, die in die Produkte wandern können.

Chemie des Mineralöls
Mineralöle sind Mehrkomponentengemische von Kohlenwasserstoffen. Die Hauptfraktion besteht aus paraffinartigen, üblicherweise verzweigten und cyclischen gesättigten Strukturen (MOSH, Mineralöl-gesättigte Kohlenwasserstoffe). Die andere Fraktion ist eine komplexe Mischung aus hauptsächlich alkylierten mono- / polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, den mineralölaromatischen Kohlenwasserstoffen (MOAH). Mineralöle haben je nach Zusammensetzung unterschiedliche Eigenschaften und Toxizitäten.

Migration von der Verpackung

Eine Kontamination von Lebensmitteln durch Mineralöle kann durch Migration über den Dampfraum oder direkten Kontakt verursacht werden. Verschiedene Faktoren wie Lagertemperatur, Lager- / Kontaktdauer, Zusammensetzung des Lebensmittels und Architektur der Verpackung beeinflussen die Migration von Mineralöl in Lebensmittel.

Rechtliche Anforderungen

Derzeit gibt es gemäß EU-Gesetzgebung keine Höchstgrenzen für MOSH und MOAH in Lebensmitteln. Nach toxikologischer Bewertung von Mineralöl bei Tieren und Menschen wurden vom BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) auf nationaler Basis Richtwerte für die Migration veröffentlicht. Gemäß der aktuellen BfR-Empfehlung XXXVI (June 2013)  gelten für die Migration von Papier zu Lebensmitteln folgende Richtwerte:

MOSH C10 – C16 12 mg / kg MOSH> c16 – C20 4 mg / kg Ein Übergang von aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH C10 – C25) wird von der EFSA aufgrund des mutagenen und krebserzeugenden Potenzials als kritisch angesehen. Zum Schutz der Verbraucher sollten diese Verbindungen in Lebensmitteln fehlen. Dies wird auch im aktuell veröffentlichten Entwurf vom 22. zur Änderung der deutschen Konsumgüterverordnung zur Änderung der Bedarfsgegenständeverordnung berücksichtigt.

Analyse
Zusammen mit anderen Instituten haben wir an einem Ringversuch zur Bestimmung von Mineralölkohlenwasserstoffen in verschiedenen Lebensmitteln und einer Verpackung teilgenommen. Dieser Ringtest zeigt, dass die Analyse von MOSH / MOAH bei GALAB kompatibel ist. Unsere hochselektive Methode in Verbindung mit unserer langjährigen Erfahrung in der Analyse verschiedener Lebensmittel und Verpackungen gewährleistet eine professionelle und kompetente Bewertung der Ergebnisse. Selbst in schwierigen, komplexen Matrizen liefern wir sichere Ergebnisse.

Anwendungen:

Unsere Leistungen:

  • Migration (global/spezifisch)
  • 10 ppb Screening (NIAS)
  • Bisphenol A
  • Phthalate/Weichmacher
  • Mineral Öl (MOSH/ MOAH)
  • Organoleptische Bewertung
  • Konformitätsprüfung für das Lebensmittel
  • IFS Guideline
  • SVHC
  • Barrieretest
  • Organoleptische Bewertung

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